Wenn Angststörungen zur Belastung werden

Angst ist ein starkes und primitives menschliches Gefühl. Wenn ein Individuum mit potenziellen Gefahren konfrontiert wird, sind Angstgefühle nicht nur normal, sondern auch überlebenswichtig. Seit den frühesten Tagen der Menschheit löst Gefahr, wie beispielsweise die Annäherung von Raubtieren, einen Alarm im Körper aus und ermöglicht Ausweichmanöver. Dieser Alarm wird in Form eines erhöhten Herzschlags, Schwitzen und einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber der Umgebung spürbar.

Heute kreisen Ängste eher um Arbeit, Geld, Familienleben, Gesundheit und andere entscheidende Themen. Das nervöse Gefühl vor einem wichtigen Lebensereignis oder in einer schwierigen Situation ist eine natürliche Reaktion. Das Wissen um den Unterschied zwischen normalen Angstgefühlen und einer Angststörung, die medizinische Hilfe erfordert kann helfen, die Krankheit zu erkennen und zu behandeln.

Angststörungen

Die Dauer oder Schwere eines Angstgefühls kann manchmal in keinem Verhältnis zum ursprünglichen Auslöser stehen. Auch körperliche Symptome wie erhöhter Blutdruck und Übelkeit können auftreten. Solche Reaktionen können über die normale Angst hinausgehen und zu einer Angststörung führen. Sobald die Angstgefühle das Stadium einer Erkrankung erreicht haben, können sie die Fähigkeit der Person, im Alltag zu funktionieren, beeinträchtigen.

Symptome von Angststörungen

Während es eine Reihe von verschiedenen Diagnosen für Angststörungen gibt, sind die Symptome der generalisierten Angststörung oft:

– innere Unruhe
– unkontrollierbare Gefühle von Sorge
– erhöhte Reizbarkeit
– Konzentrationsschwierigkeiten
– Schlafstörungen

Während diese Symptome normal im täglichen Leben auftreten können, werden Menschen mit einer Angststörung sie in einem anhaltenden oder extremen Maß erleben. Angststörungen können als vage, beunruhigende Sorge oder als schwerwiegendere Angst auftreten, die den Alltag stört.

Ursachen von Angststörungen

Die Ursachen von Angststörungen sind kompliziert und oft vielschichtig. Zu den auslösenden Faktoren zählen unter anderem:

  • Lebenskrisen
  • Genetik
  • Belastung
  • Stressreaktion
  • medizinische Faktoren
  • Gehirnchemie
  • Entzug einer illegalen Substanz

Behandlung von Angststörungen

Die medizinische Behandlung besteht aus einer Kombination von Psychotherapie, Verhaltenstherapie und Medikamenten. Betroffene können durch Entspannungstechniken oder bestimmte Maßnahmen eine verminderte Stressreaktion selbst unterstützen. Alkoholabhängigkeit oder Depressionen können einen so starken Einfluss auf das psychische Wohlbefinden haben, dass die Behandlung einer Angststörung erst erfolgen kann, wenn solche schwerwiegenden Probleme unter Kontrolle gebracht wurden.

Selbstbehandlung

In manchen Fällen kann eine Person eine Angststörung ohne klinische Aufsicht behandeln. Dies ist jedoch möglicherweise nicht wirksam bei schweren oder langfristigen Angststörungen. Es gibt zahlreiche Techniken und Übungen, die es ermöglichen können, mit leichteren Angststörungen fertig zu werden, dazu zählen:

  • Stressmanagement: Das Erlernen des Stressmanagements kann helfen, potenzielle Auslöser zu begrenzen.
  • Entspannungstechniken: Einfache Aktivitäten können die mentalen und physischen Zeichen von Angst lindern. Zu diesen Techniken zählen Yoga, Atemübungen, Meditation, Entspannungsbäder und Ruhe.
  • Übungen wie Visualisierung, um negative Gedanken durch positive zu ersetzen
  • Support-Netzwerk: Gespräche mit vertrauten Menschen oder einer Supportgruppe. Solche Gruppen können in der Region und online verfügbar sein.
  • Sport: Körperliche Betätigung kann das Selbstwertgefühl verbessern und biochemische Prozesse im Gehirn fördern, die positive Emotionen auslösen.

Kognitive Verhaltenstherapie (CBT) bei Angstzuständen

Die Kognitive Verhaltenstherapie ist die bei Angststörungen am häufigsten eingesetzte Therapieform. Sie thematisiert negative Muster und Verzerrungen in der Art und Weise, wie eine Person die Welt und sich selbst betrachtet. Die Grundprämisse der Kognitiven Verhaltenstherapie ist, dass Gedanken und nicht äußere Ereignisse beeinflussen, wie sich jemand fühlt.

Deshalb hängt alles von persönlichen Überzeugungen, Erwartungen und Einstellungen ab. Bei Personen mit Angststörungen verstärken negative Denkweisen die negativen Emotionen von Angst. Das Ziel der kognitiven Verhaltenstherapie bei Angstzuständen besteht darin, diese negativen Überzeugungen, Einstellungen und Gedanken zu identifizieren und zu korrigieren.

Medikamente

Das Angstmanagement kann mit verschiedenen Medikamenten unterstützt werden. Einige der Symptome von Angststörungen können durch Antidepressiva, Benzodiazepine, Tricyclen und Beta-Blocker kontrollieren werden.