Verdeckter Narzissmus bei Müttern – Bewältigungsstrategien und Therapiemethoden

Narzissmus ist ein Begriff, der vermutlich jedem etwas sagt. Womöglich hat man das Bild eines extrovertierten Charmeurs, der keine Rücksicht auf sein Umfeld nimmt im Kopf. Die Wenigsten vermuten diese Persönlichkeitsstörung, jedoch, in ihrem Umfeld. Noch weniger, dass es sogar eine enge Bezugsperson treffen kann.

Der verdeckte Narzissmus kann aber auch bei der eigenen Mutter auftreten. Nicht so unverblümt wie man es aus den harten Fallbeispielen kennt, doch in einer toxischen Art und Weise, die das Opfer bis ins späte Alter prägt.

Wie erkennt man verdeckten Narzissmus bei Müttern?

Um zu erkennen, dass man dieser Persönlichkeitsstörung zum Opfer gefallen ist, muss man die Symptome des verdeckten Narzissmus erst einmal erkennen. Es ist bekannt, dass Frauen bessere Künstler im Verschleiern von Störungen sind als Männer, daher äußern sich die typischen Symptome auf einem anderen Weg.

Der männliche Narzissmus ist offen. Der Betroffene agiert geschickt, lässt sich nicht beirren, tritt abgebrüht auf und ist in seiner Weise dominant und selbstsicher. Der weibliche Narzissmus hält sich bedeckt. Wird von einem Bild der Unsicherheit gezeichnet und ist viel empfindsamer im Wesen. Sie machen sich gern selbst zum Opfer und manipulieren vorzugsweise mit Schuldgefühlen.

Ist man dem verdeckten Narzissmus der Mutter einmal zum Opfer gefallen oder schon in der emotionalen Abhängigkeit, in Folge der Manipulation, geraten besteht Handlungsbedarf. Das Opfer des Missbrauchs muss sich dessen bewusst werden und den Mut aufbringen das Thema aktiv zu bearbeiten. Oft bleibt die Hoffnung, dass sich die Mutter in die liebevolle und fürsorgliche Bezugsperson verwandelt, die man ein Leben lang gesucht hat, aber nie finden wird.

Allem voran gilt es den Klienten dazu zu bewegen, sein eigenes Leben selbst in die Hand zu nehmen, sich aus den Fesseln der toxischen Beziehung zu lösen. Liebe soll nicht mehr mit Bedingungen verknüpft werden. Der zerstörte Selbstwert, der die Schnüre zur Manipulation gelegt hat, wird langsam gestärkt und aufgebaut. Der Klient wird lernen wo seine Stärken liegen und wie man Grenzen setzt. Ist der Klient inkonsequent besteht die erneute Gefahr, wieder den Spielchen des Narzissten zu unterliegen und in dessen Abhängigkeit zu geraten.

Je nach eigenem Charakter gilt es hier, die richtige Therapiemethode für sich selbst zu finden. In der Psychotherapie gibt es drei große Anwendungsgebiete, nämlich die analytische, die systemische und die verhaltenstherapeutische Psychotherapie. Die Psychotherapie hat zum Ziel die Symptome zu verringern oder zu beseitigen und die Lebensqualität des Klienten zu steigern.

Verhaltenstherapie

Bei der Verhaltenstherapie im Zuge einer Psychotherapie wird der Fokus auf die eigenen Gedanken, Überzeugungen, Erwartungen und Gefühle gelegt. Da die Manipulation schon von klein auf stattgefunden hat, ist der Weg zu den eigenen Werten, je nach psychischer Belastung, vermutlich ein langer.

Die Verhaltenstherapie hat sich in vielen Feldern psychischer Störungen bewährt und trägt zur positiven Änderung des eigenen Verhaltens bei. Bei genannten Störungsbild ist sie ein guter Ansatz die erworbene Selbstsabotage des eigenen Lebens niederzulegen und seinem Glück freien Lauf zu lassen.

Die systemische Psychotherapie legt ihren Fokus auf das Umfeld des Klienten. Zeigt die Muster und Strukturen des Klienten auf. Da sich Opfer eines Narzissten oft minderwertig und ungeliebt fühlen, kann dieser Therapieansatz ein positives Umfeld schaffen, in dem sich der zu Behandelnde von seinem Missbrauch erholen kann und nicht weiterer Manipulation ausgesetzt ist.

Fehlt es am Verständnis wie sich die eigene Mutter einem gegenüber so verhalten kann, hilft diese Methode der Psychotherapie beim Verstehen und Abschließen.

Je nachdem für welchen Weg man sich entscheidet, sollte die Chemie zum Therapeuten stimmen. Es braucht viel Geduld und Empathie, um die Höhen und Tiefen der Bewältigung zu meistern. Eine gute Kooperation und ein klar definiertes Ziel stellen das Fundament einer guten Therapie dar.