Wenn das Leben ausweglos erscheint - Soforthilfe bei psychischen Krisen

Seelisch total am Ende und kein Ausweg in Sicht? Sorgen überhäufen sich und es scheint alles so sinnlos, warum und wofür also noch weiter machen? Man ist doch sowieso völlig überflüssig, wen würde es interessieren, wen man plötzlich nicht mehr da wäre?

Zu viele Probleme, keine Ideen, wo man denn anfangen soll…

Gefangen in einer schweren Lebenskrise oder einer Depression. Wie soll es nur weitergehen? Es gibt Hilfe…

Ein Notfall?

Wenn die Gedanken an einem Punkt sind, an welchem solche Dinge immer wieder vorkommen, ist es höchste Zeit, sich jemandem anzuvertrauen und sich auszusprechen. Je schneller, desto besser.

Wenn es sich tatsächlich um einen Notfall handelt, kann man aufgrund erhöhter Selbstmordgefahr sofort in stationäre Behandlung in einem Krankenhaus oder einer psychologischen Einrichtung gebracht werden. Dies sollte auch gewusst sein, wenn eine nahestehende Person unter massiven Depressionen leidet und der Verdacht besteht, jene könnte sich etwas antun.

Verschiedene Anwendungsgebiete finden sich langfristig auch in einer ambulanten Therapie mit einem Psychotherapeuten oder Psychologen. In einem schweren Notfall, welcher sofortige und schnellstmögliche Hilfe erfordert, sollte das auf jeden Fall erwähnt sein, ansonsten können eventuell lange Wartezeiten entstehen.

Ist der Psychologe die nächste Zeit vollkommen ausgebucht, so rät es sich, einen anderen zu konsultieren. Jetzt ist schnelles Handeln gefragt, die Krise könnte sich ansonsten immer weiter verschlimmern. Zugleich sollte ein Psychiater oder Neurologe aufgesucht werden, jene können auch individuelle Antidepressiva verschreiben, um das akute Leid fürs Erste ein bisschen zu lindern.

Denn eines sollte von vorne herein klar sein: Eine Therapie braucht Zeit und Geduld. In den wenigsten Fällen ist man bereits nach 2-3 Sitzungen „geheilt“.

Therapiemethoden

Die Behandlung einer Depression ist immer ganz verschieden. Zunächst gilt es herauszufinden, woraus sie entstand oder aktuell noch bestärkt wird. Für Menschen, die eine schwere Depression beispielsweise aus einem Schicksalsschlag oder einer massiven Belastung heraus entwickelt haben, wird meistens eine Akuttherapie angewendet, welche sich darauf konzentriert, die aktuellen Probleme zu verarbeiten. Es werden Wege aufgezeigt, wie man besser damit umgehen kann und wie das Geschehene zu verarbeiten ist. Ein neuer, positiver Alltag wird angestrebt, bis die Lebenskrise wieder abgeklungen ist. Eine akute Therapie dauert im Schnitt zwischen 6 und 8 Wochen und kann stationär, sowie ambulant erfolgen.

Eine Langzeittherapie eignet sich für Menschen, die immer wiederkehrende Depressionen erleiden. Je nachdem wie stark sie ausgeprägt ist und auch das Leben auf Dauer immer wieder sinnlos und traurig erscheinen lässt, kann sie über mehrere Jahre erfolgen.

Intensive Gespräche, Psychoanalyse (dient dazu, bisher nicht verarbeitete Konflikte und Gefühle zu verarbeiten) und kognitive Verhaltenstherapien sind Hauptbestandteil bezüglich dieses Gebiets. Manchmal begleitet von medikamentöser Behandlung. Da jeder Körper individuell auf verschiedene Antidepressive reagiert, ist es wichtig, das richtige Medikament in der richtigen Dosierung zu bekommen.

Um einer Depression entgegen zu wirken kann man auch privat einiges dafür tun, das Leid auf der Seele zu lindern. Sport und Yoga helfen zum Beispiel vielen Betroffenen sehr. Außerdem sollte man versuchen, auch wenn man das dringende Bedürfnis nach Einsamkeit verspürt, sich nicht vollständig zu isolieren. Ein schöner, abwechslungsreicher Tag mit Freunden und Familie (welche man je nach persönlichem Vertrauen auch in seine Therapie mit einbinden kann) kann beispielsweise Wunder bewirken. Es gilt, auf andere Gedanken zu kommen und auch die schönen Seiten des Lebens mal wieder zu entdecken!