Private Stressursachen, die sich am Arbeitsplatz negativ auswirken psychotherapeutisch lösen

Stress ist allgegenwärtig. Dauerhafte oder extreme Anspannung bringt allerdings nicht nur gesundheitliche Gefahren mit sich. Wenn Stress im Privatleben Probleme am Arbeitsplatz verursacht, ist Hilfe angebracht. Denn wenn die Arbeitsleistungen sinken, Fehler immer häufiger passieren und man vielleicht sogar zum Risiko für die Kollegen wird, ist oftmals der Job in Gefahr. Viele Gründe für Stress lassen sich jedoch gut psychotherapeutisch lösen.

Ursachen für Stress

Stress entsteht schnell, insbesondere dann, wenn vermeintlich Auswege oder Ressourcen fehlen, um mit einer herausfordernden Situation angemessen umgehen zu können. Bestimmte Glaubenssätze oder kognitive Verzerrungen können zudem Stress begünstigen. Im Folgenden einige der häufigsten Auslöser für Stress im privaten Bereich:

Private Lebensereignisse

Heiraten wie Scheidungen, Geburten wie Todesfälle, besondere Ereignisse im persönlichen Umfeld können Stress auslösen, insbesondere wenn sie mit negativen Erwartungen einhergehen oder wenn der Rückhalt aus dem sozialen Umfeld fehlt. Sie bringen in der Regel einschneidende Lebensveränderungen mit sich, nicht selten aber auch viel Arbeit, Erwartungen und Druck. Wenn Bewältigungsstrategien fehlen oder die emotionale Belastung zu hoch ist, können sich die Folgen auch auf andere Lebensbereiche auswirken.

Störungen im Privaten

Wer nach Feierabend nicht zur Ruhe kommen kann weil kein Raum für ungestörte Erholung vorhanden ist, leidet schnell an der Stressbelastung. Störungen können zu einer psychischen Herausforderung werden. Die Nerven liegen dann nicht selten blank, Übermüdung und Konzentrationsschwäche sind ebenfalls häufige Folgen.

Erwartungen

Zu hohe, falsche oder nicht richtig kommunizierte Erwartungen können ebenfalls beachtlichen Stress verursachen. Erwartungen an sich selber oder Erwartungen anderer setzen einen schnell unter großen Leistungsdruck. Burn out und Depressionen können die Folge sein. Mangelnde Kommunikation kann wiederum Konflikte auslösen.

Überforderungen

Wenn durch äußere Umstände eine zu große Last auf den Schultern liegt oder man sich selber zu viel zumutet, kann es ebenfalls zu Burn out, Depression oder auch Angststörungen kommen. Hier ist es hilfreich, seine eigenen Grenzen kennen und beachten zu lernen.

Konflikte

Sei es mit dem Partner oder mit außenstehenden Parteien, Konflikte bergen ein großes Stresspotential. Sie können ungelöste oder gar unerkannte Probleme aufzeigen, jemanden mit seinen Schattenseiten konfrontieren, und sie verlangen nach Lösungsstrategien.

Sie können unter anderem durch innere, oft unbewusste Muster, wie beispielsweise negative Glaubenssätze, entstehen. Diese beeinflussen die Wahrnehmung einer Situation; fühlt man sie bestätigt, führt dies nicht selten zu einer Angriff- oder Rückzugsreaktion. Für andere ist sie jedoch oft missverständlich, da die eigentlichen Gründe nicht den vermeintlichen Auslösern entsprechen.

Unsicherheit

Sowohl innere als auch äußere Unsicherheit können sehr belastend sein. Die innere Unsicherheit ist oft einem geringen Selbstbewusstsein geschuldet. Ein gutes Selbstbewusstsein wie auch Selbstvertrauen helfen zudem, auch mit äußeren Unsicherheiten besser umgehen zu können. Gerade auch im Job ist dies in der Regel sehr wichtig, insbesondere wenn man anstrebt, auf Dauer mehr Verantwortung übernehmen zu wollen.

Work-Life-Balance

Je stressiger der Job, desto wichtiger ist es, Zeit zur Entspannung zu haben. Dies fängt damit an, genug Zeit für ausreichend Schlaf zu haben und in Ruhe essen zu können. Auch sportliche Aktivitäten, Zeit mit Freunden und Familie oder Hobbies sind wichtig, um einen Ausgleich zu den Anforderungen der Arbeitswelt zu haben. Wenn dieser nicht gegeben ist und Körper und Seele nicht ausreichend abschalten können, kann es schnell zu Schlafstörungen, Angststörungen oder Burn out führen.

Psychotherapiemethoden zur Stressreduktion

Mithilfe psychotherapeutischer Methoden kann zum einen bestimmten Stressauslösern oder Verstärkern auf den Grund gegangen und diese gelöst werden.

Wenn unter anderem negative Glaubenssätze, kognitive Verzerrungen, geringes Selbstbewusstsein oder bestimmte Erwartungen eine Rolle in der Entstehung der Stressursachen spielen, können beispielsweise kognitive Verhaltenstherapie, NLP oder Hypnotherapie zu guten Erfolgen verhelfen.

Zum anderen kann durch Entspannungsverfahren wie Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Meditation oder Achtsamkeit Stress reduziert und Ressourcen an die Hand gegeben werden, um mit zukünftigen Stresssituationen besser umgehen zu können.