Die Phasen der Regeneration und der gedanklichen Distanzierung nach einer psychotherapeutischen Behandlung von Stress

Ist man sich den Gefahren und Risiken bewusst, die von Stress ausgehen können, kann man präventiv vorgehen und Handlungsweisen entwickeln, die diesen Belastungssituationen vorbeugen können. Denn ist einmal erst der Zustand der totalen Erschöpfung erreicht, ist es wesentlich schwerer sich wieder emporzuheben aus dieser Misere.

Cortisol vs. Melatonin

Deshalb ist es von Bedeutung die eigenen Signale des Körpers ernst zu nehmen und frühzeitig zu reagieren, um übermäßigen Stress entgegenzuwirken. Denn bei der Ausschüttung von Stress kommt es zu einem höheren Cortisolgehalt im Organismus, welcher sich negativ auf die Gesundheit und auch auf den Schlaf auswirken kann. Denn Cortisol sorgt dafür, dass wir morgens aus unseren Schlaf aufwachen und ist der Gegenspieler zu Melatonin.

Darüber hinaus kann es zu Übergewicht und anderen gesundheitlichen Folgen bei dauerhaften Stress kommen. Deshalb gilt es Stressbelastungen zu meiden und sich vorbeugendes Verhalten anzutrainieren, um eine dauerhafte körperliche und psychische Unversehrtheit zu wahren. Vor allem die Psyche wird immens belastet und das Leid manifestiert sich immer tiefgehender im Unterbewusstsein des Menschen, was sich darüber hinaus sowohl auf den Alltag und die Arbeit auswirkt.

Wenn man bereits eine Psychotherapie bereits in Anspruch genommen hat, so gilt es die notwendige Distanz zu finden, um Vergangenes zu verarbeiten und loszulassen.

Regeneration und Distanzierung nach einer Psychotherapie von Stress

Um wieder die Lebensbalance zu finden ist nicht nur eine fundierte Psychotherapie von prägender Bedeutung, es gilt auch das Niveau der Erholung und Verarbeitung zu halten, um wieder stabil in den Alltag integriert werden zu können.

Anderenfalls kann die intensive Arbeit innerhalb der Psychotherapie wieder zunichte gemacht werden, sofern man sich nicht die nötige Zeit und Regeneration gibt. Aufgrund dessen ist es wichtig mit dem Therapeuten Methoden zu finden, die in den Alltag integriert und angewendet werden können, um in Zukunft Belastungen standhalten zu können.

Die Intensität der Regeneration ist maßgebend für die spätere Integration in den Alltag, weshalb man diese keinesfalls vernachlässigen oder unterschätzen sollte. Denn ein Ausbleiben einer ausreichenden Regenerationszeit setzt die Resilienz deutlich herab, bzw. macht die Belastungsfähigkeit zunichte. Deshalb sollte man behutsam vorgehen und sich genügend Distanz zum Alltag verschaffen und sich die nötige Regenerationszeit geben, um später wieder erfolgreich im Alltagsleben zu sein.

Denn eine intensive Regeneration macht die Psyche wieder belastungsfähig. Bezüglich der Dauer, die man für die Distanz und Erholung benötigt, kann man keine pauschalen Angaben machen, da jedes Individuum unterschiedlich ist und jeder Mensch ist diesbezüglich anders.

Therapie

Man sollte auf das eigene Empfinden hören und sich gegebenenfalls mehr Zeit geben, wenn man das Gefühl hat noch nicht bereit zu sein. Ein guter Draht zum Therapeuten kann hierbei hilfreich sein, um die persönliche Lage einschätzen zu können und um das eigene Empfinden und Verhalten gemeinsam zu reflektieren, denn ein Außenstehender hat stets einen neutralen Blick auf einem selbst und kann somit gute Ansätze geben.

Abschließend kann man sagen, dass man den Blick auf das Große und Ganze legen sollte und sich nicht nur auf eine bestimmte Phase in der Therapie fokussieren sollte, damit man befähigt ist reflektiert zu sein, um destruktives Verhalten im Alltag frühzeitig erkennen zu können.