Wenn die Minderwertigkeitsgefühle überhand nehmen - Psychotherapie, die das Selbstwertgefühl aufbaut

Die Angst, sich in der Gesellschaft bloßzustellen, Fehler zu machen oder traumatische sowie prägende Traumata aus der Vergangenheit – diese und viele andere Einflussfaktoren sorgen dafür, dass wir uns schlechter darstellen, als wir eigentlich sind. Ängste sind ganz normal und gehören zum Leben dazu, doch einige Ängste bestimmen unser Leben negativ, sodass wir uns nichts mehr zutrauen. Doch es gibt hilfreiche Therapiemethoden, die dabei helfen, das Selbstwertgefühl wiederaufzubauen.

Bevor man nun zahlreiche Methoden ausprobiert und anwendet, sollte man sich mit der eigenen Biografie auseinandersetzen. Es ist wichtig, dass man den Auslöser kennt, um seine Ängste zu überwinden und zu besiegen. Was war der Auslöser? Wer war schuld? Und warum bestimmt dieser das eigene Leben? Man nehme einen Stift und eine Schreibunterlage und beginnt Schritt für Schritt, jedes Detail aus seinem Leben auf Papier zu bringen. Nachdem man sich mit dem Auslöser beschäftigt und akzeptiert hat, dass es diesen gibt, kann man mit den therapeutischen Maßnahmen beginnen.

Schreibe Deine Stärken auf

Durch das Bewusstwerden Deiner Stärken erkennst Du, welches große Potenzial überhaupt in Dir steckt. Danach schreibe Deine Schwächen auf und überlege, ob es wirklich welche sind, oder sie nicht vielmehr Deine Persönlichkeit ausmachen. Natürlich ist damit nicht gemeint, dass Du deine Schwächen künftig als Erklärung für alle unangenehmen Situationen verwendest, sondern Dir klar machst, dass Deine Schwächen ein Teil von Dir sind, jeder welche hat und sich in gewissen Momenten diese auch als eine Stärke erweisen können. Man muss nur wissen, wann man seine Schwächen sinnvoll nutzt.

Konzentriere bzw. versteife Dich nicht zu stark auf die Meinungen Deiner Mitmenschen.

Das Gefühl, ausgelacht zu werden, sich zu blamieren, als Lästeropfer hinhalten zu müssen oder Mobbing jeglicher Art zu ertragen, ist nicht angenehm. Mache Dir klar, dass Du nicht schuld bist. Viele Personen, die andere versuchen zu erniedrigen, sind selbst in der unschönen Situation und verarbeiten dadurch ihre negativen Erfahrungen. Das, was Du machen kannst, ist ein besserer Mensch zu sein. Begib Dich nicht auf das Niveau Deiner Peiniger, sondern zeige, dass Du Dich nicht unterkriegen lässt. Im Laufe Deines Lebens eignest Du dir eine Schale an, die kein Mensch brechen kann, denn Du signalisierst, dass Du ein Mensch mit freiem Willen bist, zu Deinen Schwächen stehst und Deine Stärken nutzt, um anderen zu helfen. Deine Stärken und Schwächen machen Dich zu etwas Besonderem.

Weitere Tipps

Sei mutig und werde aktiv. Eigne Dir Atemtechniken an, belohne Dich, indem Du Dir eine entspannende Massage gönnst oder besuche Seminare, zum Beispiel zum Thema „Wie Stärke ich mein Selbstwertgefühl?“. Tausche Dich dort mit den anderen Besuchern aus.

Anwendungsgebiete

Anwenden kannst Du diese Eigentherapie im gesamten Alltag. Sei es zu Hause, in der Freizeit oder im schulischen bzw. beruflichen Kontext. Übe, indem Du die Initiative ergreifst. Unschöne Momente wird es immer wieder geben und sie lassen sich auch nur selten vermeiden. Du kannst nur lernen, mit diesen umzugehen und das Beste aus ihnen zu machen. Schäme Dich nicht, Personen aus deinem Umfeld um Hilfe zu bitten. Manche Situationen kann man nur zusammen bewältigen.