Existenz- und Zukunftsängste während der Corona-Pandemie

Die Corona Pandemie stellt die Bevölkerung vor viele neue Herausforderungen. Niemand kann eine zuverlässige Aussage treffen wie es genau weiter geht. Diese Ungewissheit löst Ängste in uns aus. Planbarkeit gibt Menschen Sicherheit. Entfällt diese, fallen viele von uns in ein tiefes Loch.

Für viele Menschen hat sich durch die Pandemie nicht nur das Privatleben stark verändert, sondern auch die berufliche Situation. Hier gibt es leider nicht nur positive Lösungen, wie zum Beispiel arbeiten aus dem Home Office. Viele Mitarbeiten wurden in Kurzarbeit geschickt, um Entlassungen zu vermeiden.

Natürlich fällt das Kurzarbeitergeld geringer aus als das reguläre Gehalt. Dabei ändert sich an den laufenden Kosten nichts. Diese müssen dennoch irgendwie gedeckt werden. Viele Familien müssen zum Beispiel noch einen Autokredit oder Hauskredit abbezahlen. Das ist mit dem Kurzarbeitergeld kaum zu bewältigen. Je länger diese Situation anhält, desto größer werden die Zukunftsängste. Schließlich muss von dem Kurzarbeitergeld unter Umständen eine ganze Familie ernährt werden.

Doppelbelastung zwischen Job und Familie

Aber nicht nur die Sicherstellung von Arbeitsplätzen sind Gründe für Kurzarbeit. Wenn Schulen und Kindertagesstätten nur noch Notbetreuung anbieten, müssen Kinder zu Hause betreut werden. Oft wird diese Aufgabe von der Mutter übernommen. Zusätzlich zum Home Office kommt dann noch Home Schooling dazu.

Wenn dadurch die reguläre Arbeitszeit nicht mehr geleistet werden kann, kommt auch hier Kurzarbeit zum Zuge. Oft ist auch unklar, ob die Kindergartenbeiträge dennoch bezahlt werden müssen. Doch wie soll das geleistet werden, wenn zum Beispiel beide Elternteile in Kurzarbeit sind? Es steht weniger Gehalt zur Verfügung unter Umständen muss noch für eine Leistung bezahlt werden, die nicht erbracht wurde. Es ist mehr als verständlich, dass dadurch Ängste ausgelöst werden.

Geschäftsleben

Noch schlimmer trifft es diejenigen, die durch die Corona Pandemie Insolvenz anmelden oder ihre Geschäfte schließen mussten. Besonders davon betroffen ist der Einzelhandel. Seit Beginn der Pandemie, haben wir jetzt schon mehrere Monate im Lockdown verbracht. Geschäfte müssen geschlossen bleiben. Es kann kein Umsatz gemacht werden wenn nichts verkauft werden kann. Miete für den Laden und Gehalt für die Mitarbeiter muss trotzdem bezahlt werden.

Oft müssen die Einzelhändler dafür sogar in Vorleistung gehen, weil staatliche Hilfen nicht rechtzeitig ankommen. Im schlimmsten Fall heißt das, die privaten Rücklagen zu verwenden. Auf lange Sicht bedeutet das für einige Geschäfte die Insolvenz.

Bewältigungsstrategien in einer schweren Zeit

Man sollte dennoch nicht die Hoffnung verlieren. Die Pandemie löst in uns zwar rationale Ängste aus, aber es gibt auch Bewältigungsstrategien, die uns helfen. Man sollte es vermeiden, Ängste in sich hinein zu fressen. Manchmal hilft es schon, wenn uns ein guter Freund zuhört. Angst lähmt uns und raubt uns die Energie.

Negative Gedanken sollten durch Positive ersetzt werden. Ein gutes Beispiel ist hier die Gastronomie. Restaurants sind zwar geschlossen. Dadurch kann Angst bei den Inhabern entstehen. Aber anstatt sich von dem negativen Gefühl der Angst leiten zu lassen, sollte man sich auf positive Möglichkeiten fixieren. Zum Beispiel darauf, dass Lieferservice angeboten werden kann. Wenn man versucht seine negativen Gedanken abzulegen, wird am Ende des Tunnels wieder Licht zu sehen sein.

Psychotherapie

Wird man allein nicht mit seinen Ängsten fertig sollten Psychotherapiemethoden in Betracht gezogen werden. Durch professionelle Gespräche kann aufgezeigt werden, ob der Grund für die Angst vielleicht weiter in der Vergangenheit liegt. Schränken einen die Zukunftsängste bereits massiv in der Lebensqualität ein ist es zudem sinnvoll Entspannungsmethoden zu erlernen. Wenn durch die Angststörung bereits körperliche Beschwerden aufgetreten sind können diese ebenfalls durch einen Therapeuten behandelt werden.