Einfach erschöpft und ausgebrannt? - Methoden der Stressbewältigung in der Psychotherapie

Sie denken, dass Sie einfach erschöpft und ausgebrannt sind und sich so fühlen, als wenn der Körper und die Psyche streiken würden? Das Ignorieren von ständiger Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit oder einer Schlafstörung kann zu fatalen Folgen für den Körper und die Psyche führen.

In der heutigen Zeit werden die Vorboten von möglichen psychischen Erkrankungen oft verharmlost; niemand nimmt die Anzeichen für eine Erschöpfung wirklich ernst. Diese werden aber, ebenso wie die Verpflichtungen, nicht weniger. Viele Menschen merken zwar, dass etwas nicht stimmt, machen aber mit den gelernten Glaubenssätzen weiter und setzen sich damit noch mehr unter Druck, sodass mit der Zeit ein Teufelskreis entsteht: Neben den körperlichen Reaktionen reagiert auch die Psyche auf einen konstanten Zustand der Erschöpfung.

Wenn das innere Gleichgewicht aus der Bahn geraten ist, werden sich weitere Beschwerden vom Körper wie Müdigkeit, Rückenschmerzen oder eine Schlafstörung ankündigen und die allgemeinen Symptome können zu einem chronischen Krankheitsbild werden.

Um es nicht soweit kommen zu lassen, ist es wichtig, die Symptome nicht zu ignorieren und die Ursachen dafür herauszufinden.

Definition der Erschöpfung

Die Erschöpfung selber ist lediglich ein Symptom für eine mögliche Erkrankung. In der Regel ist das nach dem Sport, einem hektischen Arbeitstag oder einer durchzechten Nacht der Fall. Es wird dann kritisch, wenn die Antriebslosigkeit sowie die Müdigkeit zu einem Dauerzustand werden und allenfalls eine Schlafstörung hinzukommt.

Die Erschöpfung geht über den Zustand von der Ermüdung hinaus, führt zu einer Verminderung der Kraft sowie der Belastbarkeit und kann Gefühle innerer Leere, höhere Reizbarkeit und Zermürbung hervorrufen sowie im schlimmsten Fall zu einem vollständigen Verschleiß der Kräfte führen.

Wie Erschöpfungszustände entstehen können

Bei einer Erschöpfung können verschiedene körperliche Ursachen infrage kommen. Manchmal kann schon eine kleine Erkältung zu Schlappheit führen. Auch eine Schlafstörung, ein unausgeglichener Hormonhaushalt sowie Vitaminmangel oder Herz- Kreislauf-Probleme und Stoffwechselkrankheiten sind mögliche Anzeichen für eine permanente Erschöpfung.

Außer den körperlichen Ursachen sind auch psychische Erkrankungen möglich, welche eine extreme Erschöpfung mit Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit auslösen können; diese gehen oftmals als Begleiterscheinung von Depressionen oder anderen Belastungsstörungen, wie beispielsweise einem Burnout, einher.

Nie nein sagen wollen und jederzeit erreichbar sein kann zu einer Erschöpfungsreaktion, welche durch eine ständige Überforderung ausgelöst ist, führen. Der Erschöpfungszustand ist von körperlichen Beschwerden wie ständiger Müdigkeit, einer Schlafstörung, Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Verdauungsproblemen begleitet.

Das führt soweit, das Betroffenen das ganze Verhalten ändern, sie sind reizbar, ziehen sich zurück und werden zynisch, damit sie Freunden, Kollegen und der Familie nicht zur Bürde werden oder die Glaubwürdigkeit verlieren. Mit diesem Verhalten ist die Arbeit weiterhin der Lebensmittelpunkt, bis zu dem Zeitpunkt, wo nur noch das Funktionieren dominiert, aber nicht mehr gelebt wird.

Prävention und Therapie gegen Erschöpfung

Damit eine Erschöpfung nicht zu einem Dauerzustand wird und sich keine Depression, ein Burnout oder eine andere Krankheit daraus entwickelt, sollten die ersten Anzeichen wie Antriebslosigkeit und Müdigkeit vorerst mit präventiven im Alltag abgeglichen werden.

Pausen und ruhige Phasen sind nicht nur am Wochenende, sondern während der ganzen Woche ebenso wichtig wie Entspannung, genügend Schlaf und Bewegung sowie eine gesunde Ernährung. Wenn alle diese Komponenten nicht ausgeglichen sind, leidet nicht nur der Körper darunter, sondern auch die Psyche.

Eine sehr gute Therapie ist reden und mit Freunden oder der Familie offen über die vorhandenen Probleme zu sprechen. Noch wichtiger ist es, Hilfe anzunehmen, sowohl im eigenen Umfeld, aber auch eine Therapie kann in Erwägung gezogen werden.

Oftmals ist eine Erschöpfung schon viel weiter als gedacht und je länger diese anhält, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Zustand dauerhaft bleibt. Wer ständig ausgebrannt ist und sich antriebslos oder niedergeschlagen fühlt, sollte die Symptome nicht herunterspielen und Hilfe in Anspruch nehmen, sei es vom eigenen Umfeld oder durch einen Psychotherapeuten.