Einsamkeit – die neue Volkskrankheit im Zeichen von Corona und Kontaktbeschränkungen

Die Einsamkeit als psychische Erkrankung aufgrund der Corona Pandemie geht um. Aufgrund der eingeschränkten Bewegungsmöglichkeit verursacht die aktuelle Corona Pandemie immer mehr Rückzug vieler Menschen. Die Menschen schließen sich vermehrt in den eigenen vier Wänden ein, sind immer einsamer und entfremden sich sozial nahezu komplett.

Doch das ist alles andere als gewollt. Aufgrund der Kontakteinschränkungen sind die Möglichkeiten sich untereinander zu verabreden sehr gering. Es kommt vor allem bei älteren Menschen und jüngeren alleinstehenden Personen zu Einsamkeit und Entfremdung vom sozialen Leben.

Einsamkeit die neue Volkskrankheit?

Die aktuelle weltweite Situation ist schon an sich sehr schwer. Zusätzlich zu der Corona Krankheit kommt auch noch die wachsende Einsamkeit aufgrund der Kontaktverbote und vielen Einschränkungen, mit denen wir leben müssen. Vor allem für ältere Menschen ist die Situation sehr komplex. Sie haben weder die Möglichkeit von ihrer Familie Hilfe zu erhalten, noch können Sie sich selber ausreichend verpflegen. Auch der psychische Druck wächst zunehmend.

Was die Situation aufgrund der Corona Pandemie noch schwieriger macht, ist das Alleinsein. Den Menschen fehlt es, ihre Freunde und Familie zu treffen, sich zu unterhalten und Zeit mit anderen Menschen zu verbringen. Man fühlt sich immer einsamer und das über mehrere Tage, Wochen und sogar Monate.

Sozialer Rückzug sorgt für zunehmende Antriebslosigkeit

Immer mehr Menschen arbeiten von zu Hause aus. Wo immer es geht, wird man im Home Office tätig, um sich selbst und andere Menschen vor dem Corona Virus zu schützen. Das ist zwar vorteilhaft, um die Pandemie gemeinsam einzudämmen, auf der anderen Seite hingegen ist man so gut wie tagtäglich allein im Home Office.

Wenn man zudem keinen Partner hat und weit weg von der eigenen Familie lebt, ist die Situation natürlich besonders hart. Weder kann man neue Freunde kennenlernen, noch kann man alleine abends etwas unternehmen, um unter die Leute zu kommen. Das alltägliche Leben beschränkt sich allein auf die Arbeit und das Alleinsein.

Neben der Angst, die man aufgrund der unvorhersehbaren Entwicklung der weltweiten Pandemie verspürt, macht sich auch allgemeine Antriebslosigkeit breit. Das ist auch mehr als verständlich. Obwohl in den ersten Tagen der Begriff Home Office viele Fans gewonnen hat, merkt man je mehr Zeit vergeht, dass es doch nicht so schön ist, alleine tagtäglich zu Hause zu sitzen, zu arbeiten, danach alleine zu essen und schließlich wieder alleine den Abend ausklingen zu lassen.

Wenn man dann noch bedenkt, dass es bereits Wochen andauert weiß man, warum immer mehr Menschen antriebslos sind, sich einsam und verlassen fühlen. Zu all dem kommt noch das Gefühl der Angst und Unsicherheit.

Psychotherapeutische Maßnahmen gegen die Einsamkeit

Durch verschiedene therapeutische Maßnahmen soll das Gefühl der Zugehörigkeit gestärkt, das Vertrauen zu anderen Menschen auch ohne soziale Kontakte aufbauen und das allgemeine Wohlbefinden der Menschen unterstützen. Durch Psychotherapiemethoden versuchen Psychologen und Therapeuten die Einsamkeit in Zeiten der Corona Pandemie einzuschränken.

Betroffene fühlen sich depressiv, unzufrieden und sind ständig unter Stress. Obwohl viele Menschen sich nicht vorstellen können, dass Einsamkeit mit Stress gleichgesetzt werden kann, ist das tatsächlich so. Menschen, die sich zunehmend einsam fühlen zeigen die gleichen körperlichen Reaktionen wie Menschen, die ununterbrochen unter Stress stehen.

Vor allem jetzt gerade, wenn man aufgrund der Kontaktbeschränkung weniger aus dem Haus kommt, ist es sehr wichtig, die sozialen Kontakte auf anderen Wegen zu suchen.

Ob soziale Netzwerke im Internet oder die Video Call Option mit Freunden und Familie, man sollte täglich jede Möglichkeit nutzen, um sich mit anderen Menschen zu unterhalten und auszutauschen.

Das hilft nicht nur gegen die Einsamkeit, sondern nimmt einem auch die Angst vor dem Ungewissen. Besonders Ältere, die ohnehin zur Risikogruppe gehören sollten so gut wie möglich sozialisiert werden. Ein Anruf am Tag reicht, um ihnen die Angst und die Einsamkeit leichter zu machen.

In diesen schweren Zeiten muss jeder Mensch für den anderen da sein, damit wir alle möglichst aus dieser Krise und der globalen Einsamkeit heraus können.