Burn On – Wege aus der Leistungslogik

Fast jeder hat schon einmal von Burn Out gehört. Dieses Syndrom, das äußerst gefährlich sein kann, entsteht in der Regel aufgrund eines stressigen Alltags gemischt aus beruflichen und familiären Belastungen. Mediziner und Psychotherapeuten forschen diesbezüglich immer konkreter und haben dabei eine neuartige Störung entdeckt, welche als Burn On bezeichnet wird. Burn On wird dabei laut Forschung als sogenannte Vorstufe des Burn Out Syndroms bezeichnet.

Ein zentrales Symptom von Burn On ist das Wahren der Professionalität im Arbeitsleben. Die Arbeit und die Arbeitsfähigkeit stehen dabei vollständig im Vordergrund, während alles andere hintenangestellt und untergeordnet wird.
Das Burn On Syndrom wird daher als chronische Erschöpfungsdepression bezeichnet, bei der man alles versucht um stark zu sein und immer weiter seinen stressigen Alltag bestmöglich zu bewältigen, obwohl es einem innerlich schlecht geht und man sich ausgebrannt bzw. erschöpft fühlt. Dafür versucht man seine persönliche Belastungsgrenze immer weiter nach oben zu verschieben, was im Verlauf des Burn On Syndroms zu einem Verhaltensmix aus Hyperaktivität und Lähmung führt.

Wenn die Arbeit über alles geht

Besonders von dieser Krankheit betroffen sind Menschen, die sowohl ihr Berufs- als auch ihr Privatleben vollständig einem Arbeitsmodus und eigens gestellten Leistungsprinzipien unterwerfen. Diese Lebensweise führt zu depressiven Phasen und Angstzuständen, was für Außenstehende allerdings überhaupt nicht sichtbar wird. Für Außenstehende wirkt das Leben eines Betroffenen glücklich und perfekt.
Das Gefährliche am Burn On Syndrom ist, dass bestimmte Anzeichen fehlen, die einem selbst signalisieren, dass es auf diese Weise nicht weitergehen kann und das diese Lebensweise auf Dauer sehr schädlich sein kann. Dies unterscheidet das Burn On Syndrom vom Burn Out Syndrom, bei dem Momente der Erschöpfung und die Einsicht, dass das Leben so nicht weitergehen kann, schon eher auftreten.

Burn On kommt schleichend

Daher hat das Burn On Syndrom einen sehr schleichenden Prozess, den man für sich persönlich erst feststellt, wenn es oftmals schon viel zu spät ist. Dadurch ist umso schwerer aus dieser Zwickmühle wieder herauszukommen.

Wie kann man das Burn On Syndrom behandelt werden?

Der erste und wichtigste Schritt ist es für sich selbst zu erkennen, dass man ein Problem im Alltag hat und sich dessen bewusst zu werden.
Außerdem ist es wichtig für sich selbst das Kürzertreten zu lernen und auch einmal Entspannungs- und Ruhephasen in den Alltag einzubauen. Dabei sollte einem bewusst sein, dass dieser Prozess nicht von heute auf morgen vonstattengehen kann, sondern einige Zeit in Anspruch nehmen wird.
Zudem ist es wichtig seinen Alltag offen und ehrlich zu bewerten und für sich selbst zu entscheiden, welche Teile des Alltags ausgetauscht oder verändert werden müssen.

Wer bei diesen Schritten und dem Prozess im Allgemeinen professionelle Unterstützung benötigt kann sich zusätzlich einen Mediziner oder Psychotherapeut an die Seite holen, der einen auf diesem langen und vor allem harten Weg begleitet und unterstützt.

Insgesamt lässt sich also das sagen, dass das neuartige Burn On Syndrom jeden im Alltag treffen kann. Daher sollte man auf eine einen gesunden Mix aus stressigem Berufsleben und entspanntem Privatleben achten.

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