Arbeitsbedingte Ressourcen in der Stressbewältigung am Arbeitsplatz ausschöpfen

In unserer modernen Zeit stellt Stress das größte Gesundheitsrisiko am Arbeitsplatz dar. Die Stressfaktoren sind zahlreich. Kaum einzuhaltende Deadlines, Monotonie, Probleme mit Kollegen oder Überforderung führen zu einer massiven psychischen Belastung für Erwerbstätige.

Die Folgen von zu viel Stress sind allseits bekannt. Gelingt die Stressbewältigung nicht ausreichend, kann es zu körperlichen Beschwerden wie Tinnitus oder Migräne und psychischen Beschwerden wie Depressionen oder Burnout-Syndrom kommen.

Damit der Körper Stress besser bewältigen kann und es nicht zu körperlichen oder psychischen Beschwerden kommt, ist es absolut nötig, dass vorhandene Ressourcen am Arbeitsplatz genutzt werden. Jeder Beruf bietet verschiedene Möglichkeiten, den Arbeitsalltag so zu gestalten, dass negative Einflüsse beseitigt oder zumindest klein gehalten werden können.

Damit die Anspannung nicht zu groß wird, gibt es 6 wichtige Vorgehensweisen am Arbeitsplatz, die zu einem entspannten und produktiven Arbeitstag führen:

1. Teilen Sie sich ihre Arbeitszeit effektiv ein

Wie können Sie aus den täglichen 8 Arbeitsstunden das Maximale herausholen, ohne am Ende des Tages mit Kopfschmerzen und Summen im Ohr den Arbeitsplatz zu verlassen?

Ein wichtiger Bestandteil ist die richtige und effiziente Einteilung ihrer Kapazitäten. Planen Sie ihren Tag erfolgreich, indem Sie zu Beginn ihre Aufgabenbereiche abstecken und Merkzettel oder To-do-Listen erstellen. So sehen Sie auf einen Blick, welche Aufgaben an diesem Tag anfallen. Legen Sie eine Reihenfolge fest und orientieren Sie sich danach. So können Sie jede erfüllte Aufgabe abhaken und haben schon beim ersten Häkchen das positive Gefühl etwas erreicht zu haben.

2. Setzen Sie Ihre Arbeitsmethoden gezielt ein

Bestimmte Aufgaben erfordern bestimmte Herangehensweisen. Nicht jede Tätigkeit benötigt dasselbe Vorgehen oder das identische Zeitkontingent. Setzen Sie sich Prioritäten. Entscheiden Sie zu Beginn, welche Aufgaben von großer Wichtigkeit sind und welche Aufgaben auch nach hinten verschoben werden können. Dies führt dazu, dass Sie sich nicht von Unwichtigkeiten ablenken lassen und „Zeit verplempern“. Auch Kollegen können hier mit eingebunden werden.

3. Das Arbeitspensum muss Ihrem Profil entsprechen

Jeder Beruf beinhaltet ein entsprechendes Aufgabenprofil. Ihre Tätigkeiten müssen also ihrem Aufgabenprofil und den geforderten Arbeitsstunden entsprechen.

„Schuster bleib bei deinen Leisten“ ist hier ein sehr angebrachtes und sinnvolles Sprichwort. Ein völlig überlasteter Mitarbeiter, der Aufgaben übernimmt, die überhaupt gar nicht in seinen Aufgabenbereich passen, dient niemandem. Bleiben Sie bei Ihren beruflichen Stärken und scheuen Sie sich nicht Ihren Vorgesetzten darauf anzusprechen, falls Sie Probleme dabei haben.

4. Schätzen Sie sich selbst und Ihre Arbeit wert

Viele Menschen vergessen manchmal ihren eigenen Selbstwert oder können ihn nicht mehr erkennen. Nehmen Sie sich die Zeit und visualisieren ihre erreichten Ziele. Machen Sie sich klar, was sie als Arbeitnehmer täglich leisten und Positives für Ihren Betrieb erreichen. Fällt Ihnen das schwer, schreiben Sie es auf.

5. Fordern Sie ein angenehmes Betriebsklima unter Kollegen ein

Kollegen können einen wichtigen Anker im Arbeitsalltag darstellen, aber auch Grund für Mobbing und Unmut sein. Reden Sie mit den Menschen und fressen Sie nichts in sich hinein. Legen Sie Ihre Karten offen und ehrlich auf den Tisch, sodass es keinen Grund für Nachreden oder Aggression gibt.

6. Nutzen Sie Methoden der Psychotherapie, um Ihren Stress zu reduzieren

Es gibt einen Weg zu mehr Gelassenheit in Stresssituationen. Sie müssen diesen Weg aber nicht alleine gehen. Geschulte Psychotherapeuten können mit unterschiedlicher Methodik ansetzen und Sie in Ihrem Alltag begleiten. Achtsamkeitsbasierte Verfahren erzielen große Erfolge bei der Stressbewältigung.