Therapien, um Ängste zu überwinden

Angst hat viele Gesichter. Und so verschieden die Angststörungen selbst sind, so unterschiedlich sind auch ihre Ursachen. So gibt es Phobien, die auf bereits erlebte Ereignisse oder Erfahrungen aus der Vergangenheit zurückzuführen sind, wie beispielsweise die Angst vor Hunden, weil man als Kind von einem solchen angefallen und vielleicht sogar verletzt wurde.

Aber es sind vor allem die Ängste, für die man selbst keine maßgebliche Ursache feststellen kann, die von einem Spezialisten therapiert werden müssen, um den Patienten dauerhaft davon zu befreien. Die Therapien, um Angststörungen zu überwinden, sind dabei so vielfältig wie die Ängste selbst.

Symptome – Woran erkennt man Angst?

Angst äußert sich bei jedem Betroffenen in unterschiedlichem Ausmaß. So kann sie sich zum Beispiel körperlich manifestieren, indem die Hände feucht werden, der Blutdruck ansteigt und Atmung sowie Herzschlag beschleunigt werden. In schlimmen Fällen spüren Patienten sogar ein Stechen in der Brust und Kribbeln in den Beinen. Weniger körperlich kann sich eine Phobie in Anspannung, Unruhe und Konzentrationsschwierigkeiten zeigen. Die oft unumgängliche Folge ist oft ein Meiden bestimmter Situationen, um der Panikattacke vorzubeugen. Dies beeinträchtigt das Leben natürlich umso mehr.

Therapiemethoden

Um sich möglichst dauerhaft und vor allem erfolgreich von einer Angststörung therapieren zu lassen, ist es zunächst wichtig, eine fundierte Diagnose zu ermitteln. Jede Angstbehandlung besteht aus mehreren Phasen. Hat man die vielen Faktoren der Angst – Angstgedanken, spezifischer Auslöser, Teufelskreislauf durch Vermeidung der Situation – erfasst, entwirft der Therapeut einen Behandlungsplan. Es gilt hier vor allem, die Angst zu erkennen und die Ursachen zu bekämpfen. Die Konfrontationsmethode ist eine der am meisten verwendeten Behandlungen, wenn es zu Phobien jeglicher Art kommt.

Hierbei spielt das vorige Verhalten der Patienten eine große Rolle. Sie sind es meist selbst, die die Angst aufrechterhalten, indem sie bestimmte, Angst auslösende Situationen meiden. Konfrontiert man die Patienten nun mit ihrer Angst, beispielsweise einer Spinne, und steigert die Intensität der Begegnung konstant, gewöhnt sich der Körper im Laufe der Therapie an den Gegenstand der Angst und lernt, damit zu leben, ohne in eine Panikattacke zu verfallen.

Angststörungen – wie sie sich äußern und wie man sie behandelt

Das kognitive Behandlungsverfahren hilft vor allem Patienten mit Angstgedanken. Diese lernen Methoden, ihre Gedanken und Gefühle dahin gehend zu kontrollieren, als dass sie die Angstauslösenden Situationen gelassen überstehen können. Bestandteil jeder Therapiemethode ist außerdem das Erlernen einer Entspannungsmethode, bei der man mithilfe kleiner Übungen die Muskeln entspannt.

In entspanntem Zustand ist es nahezu unmöglich, Angst zu empfinden. In manchen Fällen ist es auch notwendig, eine medikamentöse Behandlung einzuleiten, die dem Patienten dabei hilft, mit Angstsituationen besser umzugehen und die Behandlung des Therapeuten offener gegenüberstehen zu können. Psychopharmaka sind unter anderem Antidepressiva, Tranquilizer und Halluzinogene. Sie bringen den Neurotransmitterhaushalt im Gehirn wieder in ein Gleichgewicht, der während einer Panikattacke die körperliche und mentale Reaktion der Betroffenen auslöst.