Die Symptome bei Angststörungen und Therapieansätze

Angst! Dieser Instinkt wird uns Menschen bereits mit in die Wiege gelegt. Er hilft uns, gefährlichen Situationen erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken und der Furcht entsprechend entgegenzutreten. Fast täglich werden wir mit angstauslösenden Situationen konfrontiert. So zum Beispiel die Angst vor Arztbesuchen und die sich ergebenden Diagnosen. Aber auch Angst vor gewissen Tieren, wie Hunde oder Spinnen, Flug- oder Prüfungsangst. Jeder Mensch reagiert auf derartige Situationen sehr unterschiedlich. Können die Einen mit ihrer Angst gut umgehen, entwickeln dagegen andere Personen regelrechte Angststörungen.

Auslöser für Angst

Starke Ängste können ursächlich Auslöser für regelrechte Angsterkrankungen sein. Dabei sind verschiedene Ausprägungen, wie zum Beispiel Phobien, Panikstörungen, generalisierte Angststörungen oder gemischte Angststörungen, bekannt. Krankhafte Angstanfälle – auch Panikstörungen – können immer wieder in Verbindung mit wiederkehrenden Situationen, wie Fahren in Bussen oder Bahnen, Gehen über große freie Plätze, Aufenthalt in Kaufhäusern, auf Brücken oder in Aufzügen plötzlich und grundlos auftreten. Diese Attacken können zum Teil eine sehr starke körperliche Symptomatik auslösen. Schwindelgefühle, verbunden mit der Angst gleich umzufallen, zu schweben, starkes Zittern und Herzklopfen, Atemnot oder Schmerz in der Brust steigern die Situationen bis hin zur Hyperventilation und Ohnmachtsanfällen. Im Allgemeinen klingen solche krankhaften Attacken nach wenigen Minuten ab, können aber auch mehrere Stunden dauern.

Angst- und Panikattacken

Nicht alle Angstattacken treten panikartig auf. Langsam und schleichend verbreitet sich ein ungutes Gefühl, innere Unruhe, Druck im Magen. Solche Zustände, meist in belastenden Lebenssituationen, sind fast Jedem bekannt. Bleiben solche Zustände über einen längeren Zeitraum bestehen, werden sie von den Ärzten als generalisierende Angst bezeichnet. Einmal eine Angstattacke erlebt, stellt sich die Angst vor der Angst ein. Ein Teufelskreis beginnt. Personen meiden daher die Orte, wo sie von der Angst befallen wurden. Die Betroffenen ziehen sich oftmals zurück und geraten so in eine soziale Isolation. Der Gang zum Arzt ist unerlässlich!

Die richtige Diagnose

Wichtig für eine erfolgreiche Behandlung und Therapie ist die klare Diagnosestellung durch den Arzt, welche auch rein körperliche Ursachen, wie Asthma, Krebs, Parkinson usw., ausschließt. Je nach Schweregrad der Erkrankung können unterschiedliche Behandlungsmethoden eingesetzt werden. So haben sich verhaltenstherapeutische Konzepte als sehr wirkungsvoll erwiesen. In diesem Zusammenhang ist das Erlernen von Entspannungsverfahren eine wichtige Voraussetzung. Das meist angewandte Verfahren ist die progressive Muskelentspannung. Diese Methode ist sehr leicht zu erlernen und hat eine uverlässige Wirkung. Im Zustand der absoluten Muskelentspannung stellt sich gleichzeitig ein Zustand von seelischer Entspannung ein, welcher Angstgedanken keinen Raum lässt und zur natürlichen Beruhigung führt. Wichtiger Baustein während einer Therapie ist die Erkenntnis des Zusammenhanges zwischen Angstgedanken und Angstgefühlen und der daraus resultierenden Gefahr einer Angstattacke. Dabei ist das Konfrontationstraining ein weiterer wirksamer, allerdings auch anstrengen der Therapieansatz. Wie der Name schon sagt, werden hier Betroffene Personen mit ihren Angst machenden Situationen konfrontiert.