Sind Alpträume therapierbar?

Jeder Mensch erlebte oder wird noch in seinem Leben Ereignisse erleben, die sehr auf ihn einwirken. Das kann der Tod einer nahen Person sein,ein anderer Verlust oder auch einfach eine große Angst vor irgendetwas. Der Betroffene beschäftigt sich Tag und Nacht mit dem Thema, das ihn immer weiter nach unten zieht. Irgendwann geht gar nichts mehr und es kommt der Punkt, dass er dringend Hilfe benötigt.

Aber auch da gilt – je früher man das Problem ernst nimmt, desto mehr Erfolg hat man bei der Heilung. Also sollte man nicht so lange warten und schon bei den ersten Anzeichen des krankhaften Zustandes einen Arzt aufsuchen. Die erste Ansprechperson ist meistens dann der Hausarzt. Er wird entscheiden, wie die Behandlung verlaufen soll, wer zu dem Erfolg beitragen kann. Oft kommt der Patient dann zu einem Psychologen.

Ursachen für Albträume

Man muss stets erst den Grund solcher Alpträume feststellen. Ist es vielleicht bei einem Jugendlichen die Angst vor den Prüfungen, ist er zur Zeit überfordert oder bedrückt ihn etwas schon eine längere Zeit? Das erste, was der Psychologe macht, ist einfach ein Gespräch. Dabei ist es wichtig, dass der Patient sofort zu ihm ein großes Vertrauen hat, ansonsten kann er sich nicht dem Gegenüber öffnen, verschweigt wichtige Details und natürlich verlaufen dann die Sitzungen nicht erfolgreich. In diesem Fall kann es auch sein, dass die Alpträume weiterhin bestehen werden. Aber die Psychologen sind gut geschult, sie bringen eine ausgezeichnete Basis mit und man kann schon mit ihrer Hilfe viele Probleme aus der Welt schaffen.

Prüfungsangst als Auslöser

Die Angst vor der Prüfung ist zum Beispiel mit großer Unsicherheit verbunden. Nach dem Gespräch wird der Psychologe die Gründe deutlich sehen, aber er bemüht sich, nicht selbst dem Patienten die Lösung auf den Weg zu geben, sondern ermutigt ihn, die eigene Variante zu finden, die ihm hilft, aus den Alpträumen herauszukommen. Findet der Patient tatsächlich eine gute Lösung selbst, hat das eine große Bedeutung für die weitere Heilung. Bei der Prüfung wäre zum Beispiel das gründliche Lernen des Stoffs von Vorteil. Vielleicht könnte der Betroffene sich zusammen mit Freunden auf die Prüfung vorbereiten. Das erworbene Wissen macht dann wieder stark, der Mensch beruhigt sich. Wenn es um den Verlust eines nahen Menschen geht, muss man damit sehr behutsam umgehen. Jeder Mensch verarbeitet das auf seine eigene Art. Jemandem hilft es, wenn man mit ihm darüber spricht, der andere zieht sich im Gegenteil stark zurück. Die Fachleute raten, den Patienten im Blick zu behalten, sich öfter mit ihm zu unterhalten, er darf zu dem Thema des lieben Menschen sprechen und auch weinen. Es ist wichtig, dass jemand zuhört. Aber natürlich sollte er sich bei Bedarf auch zurückziehen können und im Stillen trauern. Nicht zu raten wäre bei solchen Patienten, zwingend eine Reise zu unternehmen. Die fremde Umgebung wird dem Betroffenen noch mehr zu schaffen machen und die Alpträume verschwinden dadurch nicht.