Müdigkeit – die ersten Anzeichen einer Depression?

In den meisten Fällen spielt das soziale Umfeld sowie die psychische Belastung eine große Rolle. Eine ständige Überforderung, ein konfliktreiches Leben oder ein erlittenes Trauma sind Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen an einer Depression zu erkranken. Beispielsweise erleiden Kinder psychisch erkrankter Eltern später nicht selten auch an einer Depression.

Die genannten Aspekte äußern sich im ersten Stadium durch eine erhöhte Müdigkeit des Patienten aufgrund der psychischen Überlastung.

Müdigkeit – normal oder krankhaft?

Die erste Frage, die in Bezug auf eine mögliche müdigkeitsbedingte Depression oder eine Depression, die sich in Müdigkeit äußert, geklärt werden muss, ist die Frage, ob die Müdigkeit unter der man leidet normal oder krankhaft ist. Allgemein ist die Müdigkeit bedingt durch die Lebensart der Menschen. Lebt man gesund, schläft mindestens sieben Stunden in der Nacht und leidet unter keiner Krankheit, ist der Mensch tagsüber aktiv und nicht durch eine andauernde Müdigkeit eingeschränkt. Kann man diese Aspekte für sich selbst als zutreffend bezeichnen und verspürt dennoch eine chronische Müdigkeit, wird geraten einen Arzt aufzusuchen, um eine mögliche körperlich krankhafte Ursache auszuschließen. Häufig wird jedoch der psychische Einfluss auf körperliche Symptome vernachlässigt.

Müdigkeit als Anzeichen für Depression

Nur sehr selten diagnostiziert ein Patient sich selbst als depressiv. Auch für das soziale Umfeld ist diese Krankheit häufig nicht einfach erkennbar. In vielen Fällen geschieht dies erst durch eine intensive Untersuchung durch einen Arzt, da Verdrängung der Krankheit ein wesentlicher Bestandteil der Depression selbst ist. Daher sollten grundlegende Symptome einer Depression bekannt sein: Passivität, Inaktivität, Niedergeschlagenheit, Freudlosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Angst und vor allem eine tiefe Erschöpfung beziehungsweise Müdigkeit werden allgemein als die wichtigsten und häufigsten Symptome einer Depression bezeichnet.

Möglichkeiten einer Therapie

Die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie sind die Akzeptanz des Patienten, dass er erkrankt ist und der Wille dagegen anzukämpfen. Der nächste Schritt ist die Suche nach einem Psychotherapeuten des Vertrauens. Je nach dem was der Grund für die Depression war, wählt der Psychotherapeut geeignete Therapien, die sich meist von Fall zu Fall unterscheiden. Bei traumatisch bedingten Depressionen ist der erste Schritt jedoch in vielen Fällen die Ursache zu finden, da sich viele Patienten aufgrund der Verdrängung nicht mehr an den Vorfall erinnern können, wie es häufig bei körperlichen Übergriffen der Fall ist oder nicht darüber sprechen können. Da der Patient bei einer Depression oft nicht gut einschlafen kann oder sich nach ausreichendem Schlaf immer noch erschöpft und müde fühlt ist der erste Schritt einer erfolgreichen Therapie die chronische Müdigkeit zu „bekämpfen“, um dem Patienten aus dem Teufelskreis heraus zu helfen. Insgesamt lässt sich sagen, dass Patienten, die sich helfen lassen wollen, durch eine gute psychologische Betreuung in den meisten Fällen sehr gut geholfen werden kann und die Erfolgsaussichten somit relativ gut sind.