Hypnosebehandlung bei Suchterkrankungen

Süchte können sich in vielen unterschiedliche Ausprägungen zeigen. Hypnose kann gezielt in der Behandlung eingesetzt werden.

Klischee Hypnose

Die Klischee-Vorstellungen über die Hypnose, haben sich bei über 90 Prozent der Interessierten durch Fernsehbeiträge gebildet, in welchen Hypnose praktiziert wurde und wo die Botschaft lautet: „Es ist sehr einfach, von den Zigaretten oder dem Alkohol abzulassen. Es funktioniert praktisch über Nacht.“

Anwendungsgebiete der Hypnose

Tatsächlich stellen Süchte, aber auch Ängste jeglicher Art, Anwendungsgebiete der Hypnose dar. Das ist für Betroffene aber auch vielfach damit gleichbedeutend, Kontrolle abzugeben.

Man geht zum Hypnotiseur und dieser soll einem seine Laster durch Hypnose kurzfristig abgewöhnen. Dieser Gedanke ist jedoch ein Irrtum. Denn hinter einer Sucht, hinter diesem: „Ich kann nicht aufhören mit Essen, mit Trinken, mit Rauchen“, steckt wohl eine unbewusste Kraft. Ein unbewusster Teil im Menschen, verhindert, dass er von diesem Suchtmechanismus einfach so lassen kann.

Ein Teil der Persönlichkeit

Dieser unbewusste Teil ist ein Persönlichkeitsanteil. Diesen kann man auf keinen Fall ausblenden. Dadurch würde der Körper mit anderen Mechanismen auf sich aufmerksam machen müssen. Denn er möchte letztendlich immer auf sich aufmerksam machen. Man nennt das einen „sekundären Gewinn“.

Hinter jedem Symptom, hinter jedem Verhalten, steckt ein sekundärer Gewinn. Der Körper möchte damit etwas erreichen, etwas signalisieren. Hinter dem unkontrollierten Essen, steht beispielsweise der sekundäre Gewinn der oralen Befriedigung. Man möchte anerkannt werden, man möchte sich etwas Gutes tun, weil dieser Aspekt von außen nicht erfüllt wird. Wenn man sich selbst nicht schätzen und loben kann, versucht man es kompensierend über die Nahrung.

Suchtverlagerung

Vermutlich liegt darunter ein sehr tiefer Schmerz, der verschüttet ist und den man nicht fühlen kann. Diesen versucht man zu überdecken. Und dann geht man zum Hypnotiseur und möchte von diesem, dass er diese Sucht beseitigt: In diesem Fall lernt der Mensch jedoch nichts. Er wird sich einen Ausweichmechanismus angewöhnen: Er beginnt beispielsweise zu trinken, wird aggressiv, wird sportsüchtig oder er versucht einen anderen Fluchtmechanismus zur Kompensation. So funktioniert es nicht.

Die Aufgabe des Hypnotiseurs liegt darin, dem Betroffenen zu erklären, dass dahinter unbewusste Prozesse und unbewusste Programme liegen, die sich ins Bewusstsein vordrängen wollen. Durch die Art der Hypnose, hat der Hypnotiseur Zugang zu unbewussten Informationen, die dem Betroffenen helfen, ganz klar zu verstehen und auch zu heilen. Die Hypnose ist eine sinnvolle Therapiemethode, um dem Patienten schnell zu helfen und herauszufinden, warum er raucht, bzw. nicht damit aufhören kann.