Hypnose in der Raucherentwöhnung

Hypnose wird im weitesten Sinne als veränderter Bewusstseinszustand beschrieben. Sowohl der körperliche als auch der Gemütszustand des Menschen werden zu einem Großteil vom Unterbewusstsein gesteuert. Jedoch können wir nicht gezielt aus unserem Bewusstsein heraus auf unterbewusste Prozesse zugreifen.

Die Hypnose ermöglicht genau diesen Zugriff: durch diese wird ein direkter Zugang zum Unterbewusstsein gelegt. Ein solcher Zugang kann für viele Lebensbereiche von großem Nutzen sein. Vor allem angestrebte Veränderungen lassen sich durch Hypnose ideal unterstützen. Eines der größten Anwendungsgebiete von Hypnose ist mittlerweile die Raucherentwöhnung.

Raucherkarriere

Raucher, die Schwierigkeiten haben mit dem Rauchen aufzuhören, blicken in der Regel auf eine längere Zeit des Tabakkonsums zurück, in der das Rauchen für sie zur Gewohnheit geworden ist. Zudem ist das Verhalten, welches abgewöhnt werden soll (in diesem Fall das Rauchen) häufig gefühlsmäßig positiv besetzt. Raucher verbinden den Nikotinkonsum z.B. häufig mit Entspannung. Sie haben sie sich das Rauchverhalten über lange Zeit angewöhnt und antrainiert.

Aus eigenem Antrieb

Genau das macht die Hypnose zu einem sehr vielversprechenden Ansatz auf dem Weg zum Nichtraucher. Damit diese Therapiemethode jedoch Erfolg haben kann, sind einige Punkte zu beachten. Wichtig ist zum einen, dass derjenige, der das Rauchen aufgeben möchte, vollkommen hinter dieser Entscheidung steht und der Wunsch nicht nur auf das Drängen von Freunden, Familie oder dem Partner entstanden ist.

Ebenso werden vor dem Beginn einer Hypnose-Therapie Gespräche mit dem Klienten geführt. Auf diese Weise soll sich einerseits die zu hypnotisierende Person selbst reflektieren. Andererseits soll auch der Therapeut genauere Kenntnis über die Beweggründe des Klienten erlangen. Der Therapeut erhält somit Wege und Ansatzpunkte, die er in der Hypnose nutzen kann, um die betreffende Person dauerhaft zum Nichtraucher zu machen.

Umso genauer der Therapeut über die jeweilige Rauchergeschichte Kenntnis hat, desto besser kann er die Hypnose auf seinen Klienten ausrichten und somit die Erfolgschancen erhöhen. Wichtige Gesprächsthemen im Vorhinein können z.B. sein: der Grund warum jemand angefangen hat zu rauchen, die Gefühle die derjenige durch das Rauchen erlangt, zu welchen Zeiten jemand besonders viel raucht usw.

Muster umprogrammieren

Durch Kenntnis dieser und vieler weiterer Punkte kann der Therapeut hier gezielt ansetzen und unvorteilhafte Muster umprogrammieren. Dies wird dazu eingesetzt, damit die Hypnosetherapie in der Lage ist bestehende Gedankenmuster und Konditionierungen dauerhaft aufzulösen und vielen Menschen somit ein gänzlich neues Lebensgefühl zu ermöglichen.