Hypnose als Therapie bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung

Menschen, die an der Posttraumatischen Belastungsstörung leiden, haben oftmals Ängste, Schlafprobleme, Panikattacken und sind überempfindlich. Diese Symptome sind die Folgen eines Traumas, verursacht zum Beispiel durch Krieg, Unfälle, Katastrophen oder Missbrauch, also Situationen, in welchen die Betroffenen eine ernsthafte Bedrohung ihres Lebens empfunden haben.

In den meisten Fällen treten die Symptome der Posttraumatischen Belastungsstörung bis zu sechs Monate nach dem auslösenden Erlebnis ein. Dies stellt auch den Unterschied zu einer akuten Belastungsreaktion dar, denn diese setzt bereits kurz nach dem Vorfall ein und lässt sich relativ schnell und erfolgreich behandeln.

Eine Behandlung durch ausgebildete Therapeuten sollte unbedingt in Anspruch genommen werden. Es gibt unterschiedliche Therapiemethoden, um eine Posttraumatische Belastungsstörung zu behandeln. In den meisten Fällen wird Psychotherapie verordnet, die oft mit einem stationären Aufenthalt beginnt, damit der Patient ein Gefühl von Sicherheit erfährt, welche ihm hilft, das Erlebte zu verarbeiten.

Wenn er ausreichend Stabilität gefunden hat, konfrontiert man ihn anschließend mit dem Erlebten, wobei dies auf sanfte Art und in angemessenem Tempo vonstattengehen muss. Für die Phase der Konfrontation wird zunehmend die Hypnose angewendet.

Hypnose als Therapieform wird zunehmend beliebter

Sie war lange Zeit als Therapieform umstritten, erlangte jedoch in den letzten Jahren immer mehr Zuspruch durch erfolgreiche Therapien. Die Anwendungsgebiete der Hypnose sind vielfältig. Sie kann sowohl bei der Überwindung von Suchterkrankungen, Essstörungen, Übergewicht und Zwangsstörungen helfen, als auch bei Allergien, Migräne, Hautkrankheiten und sogar Tumorerkrankungen.

Der Sinn einer Hypnose ist es, Gedanken, Einstellungen, Erinnerungen, Wünsche oder ähnliches aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein zu holen, denn die Ursache vieler Krankheiten sind verdrängte Emotionen. Die ist oftmals nicht einmal gewollt, sondern passiert automatisch aus dem uns angeborenen Selbstschutz heraus.

Das Erlebte im Unterbewusstsein

Bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung, in dessen Folge ebenfalls das Erlebte ins Unterbewusstsein verdrängt wird und dort die Belastung auslöst, wird Hypnose ebenfalls eingesetzt, oftmals als Ergänzung zu einer Psychotherapie. Auch hier wird das Erlebte des Patienten wieder aus den Tiefen seines Gedächtnisses hervorgeholt und bearbeitet, bzw. verarbeitet.

Die Hypnose wird vom Hypnotiseur geführt, welcher durch gezielte Fragen oder Anweisungen den Betroffenen in die Situation versetzt, die bearbeitet werden sollen. In Folge der Aufarbeitung werden die Einstellungen und Emotionen gezielt verändert, sofern dies möglich ist. Darin liegt die Chance, dass der Betroffene seine Wut oder seine Angst durch das Erlebnis, welche die Posttraumatische Belastungsstörung ausgelöst hat, umwandeln kann in vielleicht sogar positive Gedanken.

Natürlich werden die Erinnerungen an das Erlebte bleiben, jedoch kann der Umgang mit ihnen so transformiert werden, dass der Betroffene die Situation, welche in der Vergangenheit liegt, nicht auf die Gegenwart überträgt. Somit kann er den Alltag meistern, ohne ständig zurückerinnert zu werden oder sich einzubilden, das Erlebte könne sich wiederholen. Im Idealfall kann er sich an das Geschehene erinnern, ohne in Angst und Panik zu verfallen.