Antriebslosigkeit können erste Anzeichnen einer psychischen Erkrankung sein

In der heutigen Zeit kommt es immer öfter vor, dass Menschen unter Antriebslosigkeit leiden. Sie lassen sich kaum für etwas motivieren und schaffen es in schweren Fällen nicht mehr den alltäglichen Anforderungen nachzugehen. Kurzum, sie befinden sich in einem Stimmungstief, fühlen sich bedrückt und mutlos, haben keine Energie mehr und möchte sich am liebsten zurückziehen, da jegliche Unternehmung übermäßig viel Kraft kostet.

Erschöpfungszustand

So verlieren sie nach und nach ihr soziales Umfeld, was das Tief noch mehr verstärkt. Dieser Zustand kann kurzfristig sein oder auch länger andauern. Von ihren Mitmenschen werden sie als lethargisch und ohne Initiative wahrgenommen. Leichte Formen der Antriebslosigkeit verschwinden oft genauso schnell wie sie gekommen sind, schwerwiegende Fälle bedürfen jedoch zumeist ärztlicher Betreuung, da sie Symptom für Fehlernährung, Stoffwechselstörungen oder erste Anzeichen für verschiedenste psychische Krankheiten sein können. Das beginnt bei Erschöpfungszuständen und reicht über Burn-out bis hin zu schweren Erkrankungen wie etwa Depression oder Schizophrenie.

Mit der richtigen Behandlung helfen

Nimmt der Leidensdruck des Patienten zu, sucht er zumeist einen Arzt auf, der eine gründliche Anamnese durchführt. Dabei wird nach möglichen Ursachen gesucht. Gleich vorweg – Standardbehandlungen gibt es bei Antriebslosigkeit leider keine. Grund dafür ist, dass mit der Therapie die Grunderkrankung behandelt wird und nicht das Symptom. Ist etwa eine Fehlernährung der Auslöser, wird diese mit hochdosierten Gaben von Vitaminen und Mineralstoffen rehoben. Bei Stoffwechselstörungen wiederum sind Hormonpräparate sehr oft hilfreich. Und bei einer leichten Antriebslosigkeit können mit den verschiedensten Entspannungstechniken und vermehrter Bewegung sehr gute Erfolge erzielt werden. Manchmal ist die Antriebslosigkeit jedoch so stark, dass der Betroffene kaum dazu fähig ist, seinen körperlichen Grundbedürfnissen nachzugehen. In diesen Fällen ist zumeist eine schwere psychische Störung die Ursache, und die Behandlung erfolgt mit Antidepressiva, Antipsychotika und zusätzlich einer Psychotherapie. Bei dieser wird gemeinsam mit dem Patienten versucht, den Ursachen auf den Grund zu gehen, und sie so zu behandeln.

Vorbeugen ist besser als Heilen

Um erst gar nicht in Antriebslosigkeit zu verfallen oder leichte Fälle zu heilen, hilft es oft den Lebensstil zu ändern, und auf ausreichend viel Bewegung, Schlaf, gesunde Ernährung mit genügend Vitaminen und Mineralstoffen zu achten. Da antriebslose Menschen auch oft ein übersteigertes Schlafbedürfnis haben, leiden sie häufig unter Lichtmangel. Dieser und das damit verbundene Vitamin D-Defizit kann der Auslöser für Depressionen sein.